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Noch einmal gut gegangen

Wir sind zwei kleine Stockenten und unser Leben begann relativ gut. Wir schlüpften in einem kleinem Gelege mit drei Eiern irgendwo im Dickicht. Die ersten Tage vergingen in der Obhut unserer Mutter, bis zu jenem Zeitpunkt als Mama mit uns die Straße überqueren wollte. Unser Geschwisterchen wurde dabei überfahren und Mama flog vor Schreck davon.

Zwei Frauen von der Klostermühle hatten Mitleid mit uns. Sie fingen uns ein und verständigten das Tierheim. Die Tierheimmitarbeiterinnen warteten gemeinsam mit uns auf ein Zeichen unserer Mutter, aber sie kam nicht zurück. Jetzt war guter Rat teuer. Kurzer Hand besorgten die beiden einen Sack mit Entenaufzuchtfutter, eine Rotlichtlampe und richteten uns einen großen Hasenkäfig mit Handtüchern und Teddyplüsch gemütlich ein. Völlig erschöpft und verängstigt saßen wir aneinander gekauert in einer Ecke und riefen verzweifelt nach Mama. Die Azubi vom Tierheim nahm uns kurzer Hand mit nach Hause um uns aufzupäppeln. Da wir uns weigerten von alleine zu fressen, hat uns die besorgte Familie mit einer Spritze „zwangsernährt“. Am 2. Tag versuchten wir dann doch noch alleine unser Futter zu fressen und waren damit fürs erste übern Berg. Es ging uns richtig gut, wir wurden umsorgt, bekamen ein tolles Futterangebot (Aufzuchtfutter, geriebener Apfel, Karotte, Gurke, Banane und klein gehackter Salat) ein besonderer Leckerbissen waren kleine getrocknete Krebse, einfach nur lecker. Das tägliche Käfigreinigen, Futterwechsel und frisches Badewasser waren Klasse. Nach 2 ½ Wochen waren wir von 43g am Ankunftstag auf stattliche 260g angewachsen und bekamen die ersten kleinen Federn. Ein Umzug ins Tierheim war nun unvermeidlich, um mehr Platz für uns zu schaffen. Eine Gassigängerin im Tierheim sah uns und hat darum gebeten, dass wir bis zu Abflug in ihrem Garten mit eigenem Teich aufwachsen dürfen.

Da wir Wildenten sind, wird sich zeigen ob wir den Garten als Revier einnehmen oder doch lieber mit anderen das Weite suchen. Nun ja, es ist doch noch einmal gut gegangen. Mama kann stolz auf uns sein.

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