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Rat und Tat zu Katzen

Damit sich Ihre Katze rundherum wohl fühlt, muß sie u.a. ausgewogen ernährt werden. Es muß nicht unbedingt das teuerste Futter sein, aber achten Sie beim Kauf darauf, was es enthält. Hochwertiges Futter beugt Harngriess vor und hält Ihre Katze lange fit und gesund. Füttern Sie auch Trockenfutter (auch hier nicht das billigste nehmen), denn das kräftige Kauen vermindert das Risiko von Zahnstein und somit ein späteres Ausfallen der Zähne. Katzen lieben Milch. Aber sie können den Milchzucker der Kuhmilch nicht verdauen und bekommen davon Durchfall. Deshalb sollten sie nur Wasser bekommen oder zwischendurch als Leckerli spezielle Katzenmilch.


katze1Lassen Sie Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren! Nur so können Sie das Katzenleid verhindern, das durch die unkontrollierte Vermehrung entsteht. Bedenken Sie, daß ein Katzenpaar im Laufe seines Lebens hunderte von Nachkommen zeugen kann (einschl. aller Kind- und Kindeskinder). Die Kastration sollte so früh wie möglich erfolgen. Kater werden i.d.R. im Alter von 8-10 Monaten kastriert. Bei der Kätzin sind sich auch Experten nicht einig, ob der Eingriff vor oder nach der ersten Rolligkeit erfolgen soll. Am besten lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten.


Die größte Gefahrenquelle für Wohnungskatzen sind gekippte Fenster in denen sie beim Versuch, herauszuklettern, oft einen qualvollen Tod erleiden. Ebenso können herumliegende Stecknadeln und Garnrollen Ihrer Katze zum Verhängnis werden. Aber auch heiße Herdplatten und Bügeleisen führen oft zu schlimmen Verletzungen.


Gefahrenquellen für Freigänger hat man kaum unter Kontrolle. Allerdings können Sie zumindest dafür sorgen, daß sich Ihre Katze beim Klettern nicht selbst erhängt. Deshalb sollten Sie ihr kein Halsband umlegen und auch von Flohhalsbändern besser Abstand nehmen.
Grosse Vorsicht ist geboten, wenn Sie verdächtige Kleinbusse oder Personen in Ihrer Gegend beobachten. Die Katzenfänger arbeiten mit so manchen Tricks, die Sie nicht für möglich halten würden.


Gegen unliebsames Ungeziefer gibt es hervorragende Spot-On-Präparate, die auf den Nacken aufgetragen werden. Aber Vorsicht: Finger weg von Spot-On-Mitteln die nicht ausdrücklich für Katzen vorgesehen sind. Ihre Katze wäre nicht die erste, die sich durch einen Wirkstoff für Hunde vergiftet.


Abschließend noch ein Wort zu Katzenbabies:
Sollte Ihre Katze trotz aller Vorsichtsmaßnahmen vor der Kastration trächtig werden, wird sie ihre Jungen normalerweise völlig selbständig großziehen. Aus angeborenem Sicherheitsinstinkt wird sie in den ersten zehn Wochen evtl. auch öfter mal umziehen. Lassen Sie den Dingen ihren Lauf, sehen Sie aber ab und zu vorsichtig nach den Kleinen.
Leider kann es vorkommen, daß die Kätzin bei der Geburt stirbt oder sie ihre Jungen aufgrund einer Entzündung o.ä. nicht säugen kann. Wenn Sie keine Amme finden, müssen Sie nun für die Aufzucht sorgen.
Bedenken Sie, daß die Kleinen alle 2-3 Stunden Hunger haben. Sie benötigen also viel Zeit und Fingerspitzengefühl. Denn ein Kinderschnuller ist für ein Katzenbaby-Mäulchen viel zu groß. Stattdessen hat sich unserer Erfahrung nach das Schläuchlein eines Fahrradventils bewährt, das über eine Spritze gestülpt wird oder so genannte Spenstifte (sind eigentlich für Kuheuter gedacht), die steril verpackt sind. Als Inhalt verwenden Sie spezielles Katzenbaby-Milchpuler, das sich gut in Wasser löst. Die besten Erfahrungen haben wir mit Cimi-Lac gemacht (ist über den Tierarzt oder die Apotheke zu beziehen).
Es ist wichtig, daß die Verdauung gut funktioniert. Dafür massiert die Katzenmutter den Kleinen mit der Zunge Bauch und Afterbereich. Da Sie Ihr das wohl kaum gleichtun wollen, können Sie die Katzenmutterzunge am besten durch eine weiche Kinderzahnbürste ersetzen.

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